Werbung / Affiliate-Links: Wenn du über Links auf dieser Seite einkaufst, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
Auf Mehrtagestouren ist das Handy oft Kamera, Karte und Notruf in einem. Dann entscheidet der Akku, wie entspannt du unterwegs bist. Eine Powerbank hilft, aber die Zahlen auf der Verpackung sind verwirrend. 20.000 mAh klingt nach viel, bedeutet aber nicht, dass du dein Handy viermal voll laden kannst. Hier die Rechnung dahinter.
mAh oder Wh: Was zählt?
Die Angabe in mAh (Milliamperestunden) bezieht sich auf die Zellspannung im Inneren, meist 3,7 V. Wichtiger für den Vergleich ist die Energie in Wattstunden (Wh). Du rechnest sie so aus:
Wh = mAh × 3,7 ÷ 1000
Eine Powerbank mit 10.000 mAh hat also rund 37 Wh, eine mit 20.000 mAh rund 74 Wh.
Was du davon wirklich nutzen kannst
Beim Laden geht Energie verloren, durch Spannungswandlung und Wärme. In der Praxis kommen oft nur etwa 60 bis 70 Prozent der Nennkapazität im Handy an. Eine 10.000-mAh-Powerbank liefert deshalb typischerweise nicht zwei volle Ladungen eines großen Smartphones, sondern etwas weniger. Die Werte schwanken je nach Gerät, Kabel und Temperatur.
Grobe Orientierung: Wie viel brauchst du?
Ein modernes Smartphone hat meist einen Akku von rund 4.000 bis 5.500 mAh. Zusätzlich zum Handy kommen oft weitere Geräte dazu:
- Tagestour: 5.000 bis 10.000 mAh reichen meist, als Reserve für einen Notfall.
- Wochenende mit Zelt: etwa 10.000 bis 20.000 mAh, wenn du auch Stirnlampe oder Kopfhörer lädst.
- Mehrtägige Trekkingtour: 20.000 mAh oder mehr, je nachdem, wie oft du Kamera, GPS-Uhr und Handy aufladen musst.
Je größer die Powerbank, desto schwerer wird sie. 10.000 mAh wiegen oft deutlich unter 300 g, 20.000 mAh meist spürbar mehr. Auf Touren, auf denen jedes Gramm zählt, sind zwei kleinere Powerbanks manchmal praktischer als eine große.
Weitere Kriterien
Ausgangsleistung: Für Handys genügen oft 18 bis 30 W. Willst du auch Tablet oder Kamera laden, lohnt sich USB-C mit Power Delivery (PD).
Anschlüsse: Mindestens ein USB-C-Port. Zwei Ausgänge sind praktisch, wenn du Handy und Uhr gleichzeitig lädst.
Schutzart: Regen und Schweiß sind unterwegs normal. Ein Wasserschutz nach IPX4 oder besser bringt Sicherheit, siehe unseren Ratgeber zu IPX-Schutzklassen.
Pass-Through-Laden: Manche Modelle laden sich selbst und geben gleichzeitig Strom ab. Nützlich, wenn du in der Hütte nur eine Steckdose hast.
Solarmodule: Auf Powerbanks mit Solarzelle solltest du dich nicht verlassen. Die Zellen sind klein, die Ladung ist auch bei guter Sonne gering. Als Notlösung okay, als Hauptquelle nicht.
Kälte, Hitze und Sicherheit
Lithium-Akkus mögen keine Extreme. Bei Frost sinkt die nutzbare Kapazität deutlich. Nimm die Powerbank im Winter in die Jackentasche oder in den Schlafsack, nicht in den Außenfächern. Lass sie nicht im heißen Auto liegen und lade sie nicht auf, wenn sie beschädigt oder aufgebläht ist.
Im Flugzeug
Powerbanks gehören ins Handgepäck, nicht in den Koffer. Üblich ist: Bis 100 Wh sind sie erlaubt, zwischen 100 und 160 Wh nur mit Genehmigung der Airline, darüber nicht. Einige Fluggesellschaften haben zusätzliche Regeln, etwa zur Nutzung an Bord. Schau deshalb vor dem Flug in die Bedingungen deiner Airline.
Fazit
Rechne in Wattstunden, nicht in mAh, und plane etwa ein Drittel Verlust ein. Für die meisten Wanderer sind 10.000 mAh genug. Wer mehrere Tage ohne Steckdose unterwegs ist, nimmt 20.000 mAh mit oder teilt die Kapazität auf zwei Geräte auf.
Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Herstellerangaben und die Vorgaben deiner Fluggesellschaft.

