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Eine smarte Steckdose ist einer der günstigsten Wege ins Smart Home. Du steckst sie zwischen Wandsteckdose und Gerät, verbindest sie mit einer App und kannst danach schalten, Zeitpläne setzen und oft auch den Stromverbrauch ablesen. Aber wie viel sparst du damit wirklich? Und worauf musst du achten? Ein ehrlicher Blick.

Wie eine smarte Steckdose funktioniert

Im Inneren sitzt ein Schalter, den du per Funk steuerst, meist über WLAN, Zigbee oder Matter. Modelle mit Messfunktion zeigen zusätzlich die aktuelle Leistung in Watt und die verbrauchten Kilowattstunden an. Das ist der eigentliche Gewinn: Du siehst zum ersten Mal, was einzelne Geräte im Alltag ziehen.

Verbrauch messen: So gehst du vor

1. Stecke die smarte Steckdose zwischen Gerät und Wandsteckdose.

2. Lass das Gerät in seinem normalen Betrieb laufen, einen Tag oder besser eine Woche.

3. Lies in der App die Kilowattstunden ab.

4. Multipliziere sie mit deinem Strompreis pro kWh. Den findest du auf deiner Abrechnung.

Gerade der Standby-Verbrauch überrascht viele. Beispielrechnung mit einem angenommenen Strompreis von 0,35 € pro kWh: Ein Gerät, das rund um die Uhr 5 W im Standby zieht, verbraucht pro Jahr etwa 43,8 kWh. Das sind rund 15 € im Jahr, für ein einzelnes Gerät, das gar nichts tut. Dein tatsächlicher Preis kann abweichen, rechne deshalb mit deinem Tarif.

Wo sich eine smarte Steckdose lohnt

  • Medienecke: Fernseher, Receiver, Soundbar und Spielkonsole ziehen im Standby zusammen oft mehr als gedacht. Mit einer smarten Leiste oder Steckdose schaltest du sie nachts komplett ab.
  • Büro: Monitor, Drucker und Ladegeräte lassen sich per Zeitplan abends trennen.
  • Alte Geräte: Ältere Geräte sind im Standby oft weniger sparsam als neue.
  • Kaffeemaschine und Wasserkocher mit Schalter: per App oder Sprachbefehl starten, wenn du eingeschaltete Heizelemente beaufsichtigst.

Wo du vorsichtig sein solltest

Maximale Last beachten. Jede smarte Steckdose hat eine Obergrenze, oft um 10 A oder 16 A, also etwa 2.300 bis 3.680 W. Heizlüfter, Wasserkocher oder Klimageräte können das ausreizen. Lies die Angabe auf dem Gerät und in der Anleitung.

Keine Dauerschaltung bei Heizgeräten ohne Aufsicht. Bügeleisen, Heizlüfter oder Lockenstab sollten nicht ferngesteuert starten, wenn niemand zu Hause ist.

Geräte mit Standby-Gedächtnis. Manche Geräte, etwa Router, NAS oder Receiver mit Aufnahmefunktion, verlieren Einstellungen oder Zeitplanung, wenn du sie komplett vom Strom trennst. Überlege vorher, ob das stört.

Eigener Eigenverbrauch. Auch die smarte Steckdose braucht Strom, meist nur ein bis zwei Watt. Bei Geräten mit sehr geringem Standby kann sich der Einsatz deshalb nicht lohnen.

Messgenauigkeit. Günstige Modelle messen bei sehr kleinen Lasten ungenau. Für einen groben Überblick reicht das, für präzise Abrechnungen eher nicht.

Worauf du beim Kauf achten solltest

  • Funkstandard: WLAN ist unkompliziert, Zigbee und Matter sind ideal, wenn du schon ein System nutzt.
  • Messfunktion: Nur Modelle mit Energiemessung zeigen Verbrauch und Kosten.
  • Zulassung: Achte auf CE-Kennzeichnung und die Angabe der maximalen Last.
  • Bauform: In schmalen Mehrfachleisten kann eine breite Steckdose die Nachbarplätze blockieren.
  • Kindersicherung und Schalter am Gerät: Praktisch, wenn das WLAN mal ausfällt.

Lohnt sich das?

Eine einzelne smarte Steckdose spart nicht automatisch viel. Der Nutzen liegt vor allem darin, dass du den Verbrauch sichtbar machst und dann gezielt entscheidest, was nachts wirklich laufen muss. Wer zwei, drei Geräte mit hohem Standby findet, holt die Anschaffungskosten oft innerhalb von ein bis zwei Jahren zurück. Wer nur Neugier hat, bekommt für wenig Geld einen guten Einblick.

Angaben und Beispielrechnungen ohne Gewähr. Strompreise und Gerätedaten variieren.